Grün, hell und lebenswert

Eine Galicierin fasst in Hohenstückens Platte Fuß – und liebt es!

Sie ist im Herzen eine Weltenbummlerin, aber aktuell glücklich in Deutschland zuhause: Die Galicierin Maruxaina B. ist im Februar 2021 nach Brandenburg gezogen und schwärmt von ihrem Leben in der Platte.

„Ich mag die Gebäude hier“, sagt Maruxaina B., während sie aus ihrem Fenster am Gertraudenhof auf die entfernt gegenüberliegenden Häuser schaut. Die Tatsache, dass die Häuser großzügig auf Abstand stehen und das weitläufige Grün dazwischen – für die 45-Jährige ein Traum. Sie mag sogar, dass das Haus keinen Fahrstuhl hat. „Ich laufe gern“, begründet Maruxaina B. lächelnd.

Generell liebt sie es, sich zu bewegen, schwingt sich so oft es geht, auf ihr Rad, um die Strecken in der Havelstadt darauf zurückzulegen. „Brandenburg hat eine gute Größe dafür.“ In ihrer Heimat, der spanischen Küstenstadt Vigo in der Region Galicien, so erzählt sie, ist Fahrradfahren ein echter Albtraum. „Der Verkehr dort ist furchtbar und es gibt keinen Respekt vor Radfahrern.“

Sie lobt außerdem, wieviel Wert in Deutschland auf Umwelt und Natur gelegt wird. „Die Brandenburger achten auf ihre Stadt, lieben das Grün.“

Maruxaina B. genießt es daher, vom Balkon auf Bäume und Rasen sowie den Spielplatz zu blicken. Auch mag sie es sehr, wenn das Licht durch die großen Fenster fällt. Ihr Lieblingsplatz in der knapp 57 Quadratmeter großen Zwei-Zimmer-Wohnung ist der Esstisch in der Küche, den ihr Partner Raoul und sie am Fenster platziert haben. Beide schätzen die großzügigen Räume in der Wohnung. Hier können sie ihre jeweiligen Hobbys entspannt ausleben.

Sie ist wahrhaft wissbegierig, hat Politik, Soziale Arbeit und Anthropologie studiert, als Spanischlehrerin gearbeitet. In Brandenburg ist sie als Qualitätsassistentin tätig, befüllt aber weiter ihren Travelblog, mit dem sie sich selbstständig gemacht hat. „Das Schreiben brauche ich“, erzählt die gebürtige Galicierin.

Durch Europa getingelt, hat Maruxaina B. unter anderem in Italien und Schottland gelebt, spricht fünf Sprachen. Wobei sie aktuell eifrig Deutsch lernt, denn sich in der Muttersprache des Landes verständigen zu können, ist für sie selbstverständlich.

Die vor allem als schwierig bekannte Sprache findet die Spanierin gerade wegen ihrer akkuraten Grammatik gut. Überhaupt hat sie einige „typisch deutsche“ Eigenschaften, ist ordentlich, pünktlich, diskret und ruhig – und Frühaufsteherin, zählt sie schmunzelnd auf und fügt ebenso lächelnd hinzu: „Mir wurde schon oft gesagt: Du wirkst Deutsch“.

Dass die Bundesrepublik es ihr angetan hat, hat sie schon vor Jahren bei einem Konzert in Berlin gemerkt. „Als es zum Flughafen ging, sagte ich: Eines Tages will ich in Deutschland leben.“

Als ihr Mann Raoul jobbedingt herzog, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Spanierin ihm folgte. Mittlerweile fassen die beiden mehr und mehr Fuß, haben sich unter anderem einen Garten an der Malge zugelegt. In den radeln die beiden so oft es geht.

Was Maruxaina B. weiterhin in ihrer Freizeit tut? Lesen und lernen und die Welt beobachten. „Ich brauche mehrere Leben, um alles zu machen, was mich interessiert“, meint sie lachend und zitiert dazu ihre Mutter, die meinte: „Du wurdest so schnell geboren, damit du alles erledigen kannst“.

Ein wenig fehlt der charmanten Zuzüglerin noch der Kontakt zu anderen Menschen. Die Nachbarschaft ist nett, aber die Sprachbarriere ein Problem. Umso mehr schätzt Maruxaina B.am Leben in Hohenstücken auch Folgendes: die von der WBG-organisierten Aktivitäten, etwa das Herbstfest oder Konzerte. „Ich mag, wie sie sich um die Nachbarn kümmern und für Gemeinschaft sorgen“.

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